Vom königlich bayerischen Kohlehändler zum europaweiten Energy Trading Desk
Seit über hundert Jahren führt die Würzburger Unternehmerfamilie Neckermann ihr Handelshaus mit Mut, Tatkraft und Weitsicht durch den Wandel der Zeiten.
Die Chronik der markanten Ereignisse von der Gründung bis zur Gegenwart steht auch als pdf-Dokument zur Verfügung.
Meilensteine der Unternehmensgeschichte
2010
Aus dem Stromhandel entwickeln sich neue Aktivitäten wie Energieeffizienzmanagement und der Betrieb von Ladesäulen für Elektroautos.
In Würzburg veranstaltet J. C. Neckermann die Ersten Bayerischen E-Mobilitätstage.
2009
Marlene Neckermann gibt die Geschäftsführung an Dieter Heisig ab.
Philipp Neckermann wird Prokurist und stellvertretender Geschäftsführer und baut den operativen Stromgroßhandel auf.
In Berlin wird ein Hauptstadtbüro eröffnet.
2008
Josef C. Neckermann erweitert sein Portfolio erneut und erhält alle relevanten Zulassungen als Stromversorger.
Aufgrund seines Engagements für Afrika wird Dieter Heisig zum Präsidenten des internationalen Komitees des „Prix Initiative pour le Développement de l’Afrique" ernannt.
2007
Dieter Heisig wird als „Pionier des Biodiesels der ersten Stunde" mit dem ersten deutschen ÖkoGlobe in der Kategorie „Persönlichkeit" gewürdigt.
2006
Neckermann Renewables Wittenberg und GATE errichten in Wittenberg die weltweit größte integrierte Biodieselanlage mit den Produkten Biodiesel, Rapsschrot, Rapsöl und Pharmaglycerin.
Die Biodieselanlage Enns erhält den Energy Globe Ehrenpreis − The world award for sustainability.
2005
In Ennshafen bei Linz baut J. C. Neckermann die größte Biodieselanlage Österreichs mit einer Jahreskapazität von 110.000 Tonnen und beginnt mit Neckermann Renewables den Bau der Biodiesel Anlage Wittenberg.
JCN bringt seine Biodiesel-Aktivitäten in die neu gegründete operative Holding GATE (Global Alternativ Energy Germany) ein. CEO wird Dieter Heisig.
2004
Der erste Spatenstich markiert den Baubeginn für eine Biodiesel-Produktionsanlage am Hafengelände Halle-Trotha mit einer Kapazität von 60.000 Tonnen Biodiesel per anno.
2002
In der Würzburger Firmenzentrale wird die Aktion „Computer für Schulen" im ehemaligen Jugoslawien organisiert und von Philipp Neckermann durchgeführt.
2001
J. C. Neckermann versorgt die modernste Klima- und Energieanlage Deutschlands im Deutschen Bundestag mit jährlich vier Millionen Liter Biodiesel.
Für die Aktion „Deutsche Städte helfen“ managed JCN die Lieferung von Bitumen für den Straßenbau nach Ex-Jugoslawien.
Dieter Heisig erhält zahlreiche weitere Danksagungen für sein Engagement bei „Energy for Democracy", unter anderem von Jugopetrol, dem Krankenhaus Belgrad, vom Tašmajdan-Sportzentrum und der Stadt Čačak.
2000
Im Rahmen der europäischen Aktion „Energy for Democracy" schafft J. C. Neckermann 55.600 Tonnen schweres Heizöl in serbische Städte, die gegen das Milošević-Regime opponieren. Nach dem Sturz des Diktators beliefert JCN das zentrale Heizwerk in Belgrad mit Brennstoff und sichert damit fast 40 Prozent des serbischen Energiebedarfs. Das Kraftwerk verleiht Dieter Heisig dafür eine Dankesurkunde.
1999
Josef C. Neckermann gründet eine Niederlassung in Bosnien-Herzegowina. Das Unternehmen saniert die Tankanlage auf dem Flughafen von Sarajevo und stellt den ersten Flugfeldtankwagen – die Voraussetzung für die Wiederaufnahme des internationalen Flugverkehrs.
In Würzburg eröffnet das Unternehmen die erste Biodieseltankstelle.
1996
Marlene Neckermann und ihr Lebensgefährte Dieter Heisig strukturieren das Unternehmen um und nehmen Biodiesel in den Vertrieb auf.
1995
Elsa Neckermann übergibt das Unternehmen ihrer Tochter Marlene Neckermann. Die gesamte Hafenanlage mit Schiffslöschungsstelle und Gleisanschluss wird saniert. In sechs Stunden können bis zu 20 Waggons abgefertigt werden, das entspricht 1200 Tonnen Heizöl.
1972
Nach dem Tod von Walter Neckermann übernimmt seine Witwe Elsa das Unternehmen.
1962
Auf dem Hafengelände entsteht das modernste Kohlenlager Deutschlands.
1948
Walter Neckermann, der zweite Sohn des Firmengründers, übernimmt die Geschäftsführung, baut das Handelshaus weiter aus und erweitert das Angebot um Heizöl.
1945
Die Gleisanlagen des Unternehmens im Würzburger Mainhafen und der Firmensitz in der Sterngasse werden beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März völlig zerstört.
Noch vor dem Winter erhält J. C. Neckermann als erster Kohlengrossist Bayerns von den Alliierten die Handelslizenz zurück und importiert per Schiff Kohle aus dem englischen Cardiff.
1935
Josef Neckermann verlässt das Unternehmen und legt mit der Übernahme eines Würzburger Textilkaufhauses den Grundstock zum späteren Neckermann-Konzern.
1934
Josef, der älteste Sohn des Firmengründers, übernimmt die Geschäftsführung und erweitert das Handelsnetz.
1928
Nach dem Tod des Gründers Josef Carl Neckermann geht das Unternehmen in den Besitz seiner Frau Jula über. J. C. Neckermann wird Kohlelieferant der Deutschen Reichsbahn.
1918
Als erstem Brennstoffimporteur gelingt es J. C. Neckermann nach dem Krieg, Kohlenkontingente aus dem französischen Elsass und Lothringen zu bekommen.
1910
Das Würzburger Unternehmen ist in Bayern die Nummer eins im Kohlenhandel und beschäftigt 80 Arbeiter und Angestellte.
1902
J. C. Neckermann wird „Kohlelieferant der Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen“.



